29/01/2026 0 Kommentare
Ulrich Hilzinger wechselt in den Kirchenkreis Kirchhain
Ulrich Hilzinger wechselt in den Kirchenkreis Kirchhain
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Ulrich Hilzinger wechselt in den Kirchenkreis Kirchhain
Good-bye Marburg, willkommen im Kirchenkreis Kirchhain: Fünf Jahre lang hat Pfarrer Ulrich Hilzinger das Besucherpfarramt der Marburger Elisabethkirche betreut. Nachdem diese Sonderpfarrstelle gestrichen wurde, wechselt er nun in den Kirchenkreis Kirchhain. Mit einer halben Stelle ist er Teil des Pfarrteams in der Herrenwaldgemeinde Stadtallendorf und mit einer weiteren halben Stelle für die Kirchengemeinde Warzenbach, Amönau und Oberndorf zuständig. In Warzenbach fand am vergangenen Wochenende sein Einführungsgottesdienst statt - volles Gotteshaus.
Gott geht mit jedem von uns einen Weg und Gott hat für jeden von uns einen Weg – das war die zentrale Botschaft der Predigt von Ulrich Hilzinger am Sonntag in Warzenbach. Dass dieser Weg für die Gemeinde kein einfach war und ist, griff auch der Dekan des Kirchenkreises Kirchhain Jens Heller in seiner Ansprache auf: Die Pfarrstelle Amönau/Warzenbach wurde halbiert, der Pfarrer ist nicht mehr vor Ort, das Pfarrhaus wurde aufgegeben und nun steht auch noch eine Fusion an. Mit diesem Thema kennt Ulrich Hilzinger sich bereits aus – er hat die Fusion von sieben Gemeinden im Wohratal begleitet, die im vergangenen Jahr in Kraft trat. Neben der halben Stelle an der Elisabethkirche war er bereits mit einer weiteren halben Stelle im Nachbarkirchenkreis tätig.
Hilzinger stammt aus Tuttlingen in der Nähe des Bodensees und war 16 Jahre lang Pfarrer in einer Kirchengemeinde im Nordschwarzwald, bevor er nach Marburg zurückkam, wo er bereits studiert und seine Frau kennengelernt hatte. Dort übernahm er die Leitung und Geschäftsführung des „Christus-Treffs“ und im Jahr 2021 das Besucherpfarramt der Elisabethkirche. Das war auf die Belange der rund 100.000 Besucherinnen und Besucher ausgelegt, die die Kirche pro Jahr zählt. „Ich sehe es als großes Privileg an, dass ich in dieser Kirche Dienst tun durfte“. Sein Abschiedsgottesdienst dort fand bereits im November 2025 statt, nachdem die Sonderpfarrstelle zum Jahresende im Zuge von Umstrukturierungen gestrichen wurde.
In Marburg hat er unter anderem das Konzept der „Pop-Up-Trauung“ umgesetzt und war für den Bereich der Kirchenführungen zuständig. In der Schnittmenge von Kultur, Architektur und Spiritualität zu arbeiten, habe ihm große Freude bereitet. „Das war eine wunderbare Chance, die ich gern ergriffen habe“, sagt Hilzinger. Auch, weil er darin eine wichtige Brückenfunktion gesehen hat, um Kirche und Stadtgesellschaft zusammen und in Verbindung zu bringen. Brücken zu bauen ist nun auch als Gemeindepfarrer in den verschiedenen Orten seine Aufgabe, nur ein bisschen anders.
Schon die ersten Gespräche vor Ort seien sehr ermutigend gewesen, so der 62-Jährige. Er habe schon immer Lust gehabt, neue Dinge auszuprobieren. Dreh- und Angelpunkt von allem, was er tut, sei Gott. So hat er es auch im Gemeindebrief bei seiner Vorstellung geschrieben. „Denn er ist es, der uns begabt hat mit dem Wunsch zu forschen, zu finden, nach Sinn und Antwort auf die letzten Fragen zu suchen, mit der Lust zu feiern, der Freude an Gemeinschaft, dem Sinn für Schönes über Auge oder Ohr, dem Bedürfnis gesehen und verstanden zu werden und dem Wunsch, anderen beizustehen oder auch Anstrengendes und Schweres mit ihnen zu teilen.“
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