Sechs Täuflinge beim Marburger Tauffest 2026

Sechs Täuflinge beim Marburger Tauffest 2026

Sechs Täuflinge beim Marburger Tauffest 2026

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Sechs Täuflinge beim Marburger Tauffest 2026

Der jüngste Täufling war ein Jahr alt und bekam das Wasser klassisch übers Köpfchen, der älteste war 14 und traute sich bei seiner Taufe komplett in die Lahn. Am vergangenen Sonntag feierten mehrere Kirchengemeinden in und um Marburg ein Tauffest im Ufercafé Gischler und rund 150 Menschen feierten mit – darunter sechs Täuflinge und ihre Familien.  

Auch wenn zwei Stunden zuvor noch ein Gewitter über Marburg hing – pünktlich zum Tauffest waren Blitz und Donner verschwunden und der Gottesdienst konnte wie geplant im Ufercafé Gischler an der Weidenhäuser Brücke über die Bühne beziehungsweise den Bootssteg gehen. Sechs Täuflinge hatten sich in diesem Jahr angemeldet und für die sechsjährige Jonna war es ganz wichtig, dass die Taufe stattfand, bevor sie nach den Sommerferien in die Schule kommt, verriet ihre Großmutter.

Jonna hatte sich gewünscht, auf der Lahn im Boot getauft zu werden. Also schipperte sie mit ihrer Familie und Pfarrerin Katja Simon an Bord der Elisabeth II, während auf dem Steg am Ufer eine weitere Taufe stattfand. Die Nähe zum Wasser nutzten auch Joachim Simon und Ralf Hartmann, die zusammen mit Puppe „Malte“ erklärten, wie das ist, wenn man einen Stein ins Wasser wirft und der dann Kreise zieht.

Das Tauffest ist alljährlich nicht nur ein Tauffest, sondern auch ein Gottesdienst, den die Organisatorinnen und Organisatoren besonders familiengerecht gestalten wollen. Und allein schon die Tatsache, dass man bei diesem Gottesdienst eben ganz entspannt an einem kleinen Strand sitzt, mitten in der Stadt, macht einen Teil der besonderen Atmosphäre aus. Aber auch wenn im Hintergrund Radfahrer vorbeifahren und Zuschauer nebenan ihren Kaffee genießen – zentral sind die Taufen und das „Ja zu Gott“, für das sie stehen.

„Es sind ganz intime Begegnungen zwischen Menschen und Religion“, sagt Pfarrerin Katja Simon, die gemeinsam mit ihrem Mann Joachim Simon der Universitätskirche, Kita-Pfarrer Ralf Hartmann und Pfarrerin Karin Weigel aus Elnhausen in Aktion war. Für die musikalische Begleitung im Gottesdienst sorgte „Das Eventduo“ Anita Podinovic und Marco Schumertl. Einen extra Auftritt hatte ein Chor aus Kindern der Kita Emil-von-Behring-Straße – die danach als Dankeschön zu einer kleinen Bootstour aufbrechen durften.

Buchstäblich IN die Lahn ging es an diesem Sonntag für den 14-jährigen Leo. Der traute sich und wollte ganz archaisch getauft werden: Ralf Hartmann und Joachim Simon standen gemeinsam mit ihm im Fluss und tauchten ihn als Zeichen der Taufe unter. Aus diesen Momenten nehmen nicht nur die Täufling und ihre Familien ganz besondere Erinnerungen mit – auch die Pfarrerinnen und Pfarrer sind berührt und freuen sich auf und über dieses Fest mit allen zusammen und den Mitgliedern der Gemeinden, die dabei sind.

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