09/03/2026 0 Kommentare
Info-Abend zum Uganda-Projekt der Pfarrkirchengemeinde
Info-Abend zum Uganda-Projekt der Pfarrkirchengemeinde
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Info-Abend zum Uganda-Projekt der Pfarrkirchengemeinde
Waampa“ – dieses Wort eines afrikanischen Dialekts bedeutet so viel wie “geben” und es gibt einer Stiftung in Uganda ihren Namen, die wiederum Kindern eine Zukunft zu geben versucht. Unterstützung kommt von Pfarrer Ulrich Biskamp und der Pfarrkirchengemeinde in Marburg. Danke ihrer Hilfe kümmert sich ein Kinderheim um 25 Kinder und inzwischen konnte ein Kindergarten gebaut werden und seinen Betrieb aufnehmen.
Es vergeht kaum ein Tag, an dem Ulrich Biskamp nicht im Austausch ist mit Jinja. Und an Weihnachten saß er mit seinen Kindern und Enkeln vor dem Laptop für eine Videokonferenz mit den Kindern dort – großes Hallo über 6.000 Kilometer hinweg. In der Stadt am Viktoriasee ist in den Slums eine Organisation entstanden, die buchstäblich von der Hand in Mund lebt, wie der Marburger Pfarrer erzählt. Er hat dessen Leiter Michael Waako kennengelernt, als er vor zwei Jahren mit einer interreligiösen Gruppe in Kenia und Uganda unterwegs war.
Gemeinsam haben sich Christen und Muslime auf einer bundesweit organisierten Reise verschiedene Nicht-Regierungs-Organisationen angeschaut. Unter anderem eben auch die „Waampa Children Developments Foundation“ in Jinja. Und Ulrich Biskamp war sofort klar: Hier möchte ich helfen. Michael Waako und sein Team haben ein Heim auf die Beine gestellt, in dem 25 Kinder zwischen 7 und 17 Jahren leben. Am Wochenende versorgen sie über eine Essensausgabe bis zu 200 Kinder zusätzlich mit einer Mahlzeit. Sie beziehen keine staatliche Förderung, hatten keine regelmäßigen Sponsoren und müssen ums Überleben kämpfen.
„Ich habe das Projekt unserem Kirchenvorstand vorgestellt, als ich wieder zuhause war und wir haben beschlossen, uns zu engagieren“, sagt Ulrich Biskamp. Das Projekt sei überschaubar und man könne jeden Cent nachverfolgen, der nach Uganda fließt. Kollekten und Spenden unterstützen den Betrieb des Kinderheims und den Ausbau des Projekts. Im Februar 2025 wurde mit einem Fundament für ein neues Gebäude begonnen und 15.000 Euro für Material, einen gelernten Maurer und ein Jahr später ist ein Kindergarten in Eigenregie gebaut und in Betrieb genommen.
Während in Deutschland lange Diskussionen geführt, alle Eventualitäten durchdacht und x Gremien gehört werden müssten, mache man in Uganda einfach, stellt Ulrich Biskamp fest. „Jemand ist von einer Idee begeistert, macht den ersten Schritt und dann schaut man, was man erreicht, step by step.“ Nun können 30 Kinder in Jinja in den Kindergarten gehen, in Zukunft sollen es 120 sein. Die Hälfte der Bevölkerung in Uganda ist jünger als 15 Jahre. Und viele dieser Kinder und Jugendlichen haben kaum eine Chance auf eine Zukunft. Das will die Stiftung ändern.
Die 25 Kinder im Heim der „Waampa“-Stiftung bekommen im Verbund mit den umliegenden Schulen eine Schulbildung ermöglicht und haben ein sicheres Umfeld. „Das ist ein echtes Zuhause geworden“, sagt Ulrich Biskamp. Ein Zuhause, das dringend weitere Unterstützung braucht. Es wird eine Küche benötigt. Und es sollen kleinkindgerechte Sanitäranlagen entstehen. Damit der Kontakt nach draußen – und auch nach Marburg – gehalten werden kann, braucht es Laptops und Computer und Menschen, die wissen, wie man damit umgeht. Ulrich Biskamp war mit seiner Frau im vergangenen Jahr vor Ort um zu helfen und plant bereits den nächsten Urlaub – der wieder ein Arbeitsurlaub wird.
Um das Projekt auch Menschen über die Kirchengemeinde hinaus vorzustellen, findet am Mittwoch, den 11. März um 18:30 Uhr eine Info-Veranstaltung im Teehäuschen am Lutherischen Kirchhof statt. Damit dort noch mehr Hilfe ankommen kann. Für die Kinder und Jugendlichen in Jinja bedeutet jeder Euro eine echte Perspektive. „Wir können nicht die ganze Welt retten, aber das, was da getan wird, ist schon eine ganze Menge“, sagt Ulrich Biskamp.
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