"Durst nach mehr" - Sommerkirche in den Marburger Gemeinden mit Gottesdiensten im Café und bei der Feuerwehr

"Durst nach mehr" - Sommerkirche in den Marburger Gemeinden mit Gottesdiensten im Café und bei der Feuerwehr

"Durst nach mehr" - Sommerkirche in den Marburger Gemeinden mit Gottesdiensten im Café und bei der Feuerwehr

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"Durst nach mehr" - Sommerkirche in den Marburger Gemeinden mit Gottesdiensten im Café und bei der Feuerwehr

Auch in diesem Jahr laden verschiedene Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises Marburg im Stadtgebiet zu einer „Sommerkirche“ ein. „Durst nach mehr“ lautet das Motto für diese besondere Reihe von Gottesdiensten. Einige davon finden nicht in der Kirche statt, sondern – thematisch passend – zum Beispiel im Pfarrgarten oder im Café.

„Die Idee war, die Gottesdienste in die lauschigen Abendstunden zu legen und die Sommersonntage gemeinsam ausklingen zu lassen“, sagt Vikarin Hannah Janssen von der Lutherischen Pfarrkirche. Sie hat die „Sommerkirche“ in diesem Jahr konzipiert und sich gedacht: Warum nicht mal durch die Gemeinden der Stadt reisen und die vielen schönen Orte, die die Gemeinden außerhalb ihrer Kirchen zu bieten haben, kennenlernen? Oder ganz neue Orte als Gemeinde für sich entdecken?

Angesichts der Jahreszeit lag das Thema Durst nahe und das wird mit dem Angebot von alkoholfreien Cocktails zu jedem Gottesdienst ganz konkret aufgegriffen. Darüber hinaus aber auch mit einem jeweils ganz speziellen thematischen Fokus. „Wir wollen uns körperlich und auch geistlich erfrischen“, sagt Hannah Jannsen. Die Matthäuskirchengemeinde in Ockershausen startet am Sonntag, den 5. Juli mit dem Thema „Durst nach Leben“ in die „Sommerkirche“ – in Kooperation mit der freiwilligen Feuerwehr des Ortsteils und vor deren Gerätehaus.

„Es geht um unser kostbares, schönes, aber leider auch sehr zerbrechliches Leben“, erklärt Pfarrer Christoph Seitz. „Wir wollen dem nachspüren, was es braucht und bedeutet, dieses besondere Geschenk zu bewahren und gegebenenfalls zu retten, in jedem Fall aber zu entfalten und nicht zu vergeuden.“ Eingeladen sind alle nicht nur zum Gottesdienst, sondern auch dazu, vielleicht gleich noch etwas über die Rettung von Menschen zu lernen.

Ab 16 Uhr feiert die Kirchengemeinde nämlich zusammen mit der Feuerwehr erstmal ein Sommerfest: direkt am Gerätehaus und mit der Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Für Cocktails und fürs leibliche Wohl darüber hinaus ist gesorgt und der eigentliche Gottesdienst beginnt dann wie alle Gottesdienste der Reihe um 18 Uhr. Ebenfalls vor Ort am Georg-Gaßmann-Stadion.

Eine Woche später thematisiert die Elisabethkirchengemeinde den „Durst nach Horizonten“. Propst Dr. Volker Mantey wird die Predigt halten und für den musikalischen Rahmen sorgt Nils Kuppe mit dem Unichor. Eine halbe Stunde vor dem Beginn des Gottesdienstes, also um halb sechs, sind die Besucherinnen und Besucher zum gemütlichen Ankommen bei alkoholfreien Cocktails eingeladen.

Die werden auch am Sonntag, den 19. Juli serviert – und zwar im Gottesdienst. Der dafür extra ins „Café am Markt“ zieht, inspiriert von der Idee der Kneipengottesdienste. „Durst nach Nähe“ ist das Thema. Und dafür haben sich die Pfarrerinnen Annika Wölfel und Lisa Brekerbohm nicht nur spezielle Cocktails ausgedacht. Sondern die dazugehörige Karte gleich noch mit dem „Vater unser“ für den Gottesdienst versehen.

„Wir haben uns die Frage gestellt, wo Nähe entstehen kann – nicht nur im romantischen Sinne, sondern auch in Bezug auf Freundschaften oder Nachbarschaften“, erklären die beiden. Auch die Nähe zu Gott gehört für sie dazu. Über Cocktails und die verschiedenen Geschmäcker sollen die Besucherinnen und Besucher miteinander ins Gespräch kommen. Bierdeckel mit Fragen sind vorbereitet und wer möchte, kann natürlich auch nach dem Gottesdienst noch bleiben. Auch hier geht es um 18 Uhr los.

„Meine Seele dürstet“ – der Satz aus Psalm 42, dem „Lied der Sehnsucht nach Gott“ – steht als Motto über dem Gottesdienst der Universitätskirchengemeinde am Sonntag, den 26. Juli. Der wird nicht in der Universitätskirche selbst, sondern in der kleinen Kapelle bei St. Jost stattfinden. Hier dürfen die Besucherinnen und Besucher natürlich ebenfalls ihren Durst stillen – Getränke gibt es im Anschluss an den Gottesdienst.

Auf dem Lutherischen Kirchhof geht es am Sonntag, den 2. August dann um den „Durst nach Meer“. Auch wenn Marburg ein Hafenfest feiert – das Meer ist weit weg und viele Menschen tragen die Sehnsucht nach der Weite und Freiheit im Herzen, die es symbolisiert. Und auch wer vielleicht nicht verreisen kann oder will, bekommt hier einen geistlich inspirierten Kurzurlaub. Den Gottesdienst halten wird Pfarrer Ulrich Biskamp. Auch an der Pfarrkirche geht es eine halbe Stunde früher mit Cocktails und einem gemütlichen Ankommen los, der Gottesdienst startet um 18 Uhr.

Wen das Thema „Durst nach Sinn“ anspricht, der ist zum Abschluss der Sommerkirche herzlich in den Pfarrgarten auf den Richtsberg (Chemnitzer Straße 2) eingeladen. Dort feiert die Immanuelgemeinde (die zusammengelegten Bezirke Lukas, Paulus und Richtsberg) ihren Gottesdienst am 9. August. Auch hier: Ankommen und Cocktails ab 17:30 Uhr, Gottesdienst ab 18 Uhr.

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