05/03/2026 0 Kommentare
50 Teilnehmende bei einem Workshop für Posaunenchöre
50 Teilnehmende bei einem Workshop für Posaunenchöre
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50 Teilnehmende bei einem Workshop für Posaunenchöre
"Pause ist nicht die Abwesenheit von Musik“. Dozent Michael Schütz aus Berlin probt mit rund 50 Bläserinnen und Bläsern im Bürgerhaus Cappel. Es geht um Feinheiten, es geht um Nuancen und es geht um den Spaß an der Musik. Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Posaunenchören des evangelischen Kirchenkreises Marburg hatten sich für den Workshop angemeldet, den Kristin Jüngst auf die Beine gestellt hat. Und nach zwei Probentagen gab es dann noch einen Abschlussgottesdienst in der Lutherischen Pfarrkirche.
Oh, da war doch gerade eine „Konfusion durch Gastnoten“? Schmunzeln ob dieses Ausdrucks. Diese „Gastnoten“ taten der Freude, die die Musikerinnen und Musiker hatten, keinen Abbruch. Sich verbessern, dazulernen, Neues ausprobieren – all das ist ja Teil eines Workshops. Dozent Michael Schütz war aus Berlin angereist und musizierte nicht nur mit den Teilnehmenden, sondern erzählte zum Beispiel auch, wie lange er als Komponist braucht, um ein neues Stück zu schreiben.
Am Freitag Abend und den Samstag über verwandelte sich das Bürgerhaus in Cappel in einen Orchestergraben und die Musikerinnen und Musiker, die in der Formation noch nie zusammen gespielt hatten, wurden zu einem Ensemble. Kristin Jüngst vom Posaunenchor Cappel war im Anschluss ganz beseelt: „Ich bin sehr erfüllt von diesem wunderbaren Wochenende mit so herzlichen und dankbaren Menschen, einem unglaublich sympathischen Dozenten und dieser unfassbar wunderschönen Musik“, sagte sie nach dem Gottesdienst. Es sei nicht nur auf der musikalischen, sondern auch auf der kommunikativen Ebene eine Bereicherung gewesen.
Edith Rau vom Posaunenchor Roth/Wolfshausen war total begeistert, dass Kristin Jüngst alles von einem Workshop-Heft bis hin zur Verpflegung bis in Kleinste durchorganisiert hatte. Und auch vom Dozenten Michael Schütz – „immer ruhig und ausgeglichen, nie ungeduldig trotz des umfangreichen Programms, das die meisten außer zu Hause im Kämmerlein das erste Mail in der Gruppe spielten“, so Rau. Auch die zuweilen dazwischen gemogelten "Gastnoten" habe er weggelächelt - so dass alle nur noch mehr angestachelt waren, möglichst fehlerfrei zu spielen. Der Gottesdienst in der Pfarrkirche zum Abschluss sei dann ein ganz besonderer Höhepunkt gewesen.
Zu dem gestaltete Pfarrer Ulrich Biskamp eine passende Predigt mit der Aufforderung „Du sollst fröhlich sein und Dich freuen über all das Gute, das der Herr, Dein Gott Dir und Deiner Familie gegeben hat“ aus dem fünften Buch Mose – trotz beziehungsweise gerade wegen all der Gründe, die es derzeit gibt, um zu trauern und zu jammern. Der jüngste Gottesdienstbesucher übte während der Musik hingebungsvoll, sich auf dem Boden hin- und herzurollen. Und die Musikerinnen und Musiker genossen die besondere Akustik in der Kirche – und natürlich auch den Applaus, den es zu Recht für ihr Engagement gab.
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